Arbeite und genieße
Schon vor etwa 300 Jahren wussten die Benediktinermönche des berühmten Klosters Ettal Bayersoien als Erholungsort zu nutzen. Das Kloster Ettal befindet sich etwa 19km südlich von Bad Bayersoien.Die Ritterakademie zu Ettal
Und so gründeten die Ettaler Benediktinermönche 1710 die sogenannte „Ritterakademie“. Hier machten sie es sich zur Aufgabe, die Söhne katholischer Adeliger zu unterrichten und zu erziehen.So streng geregelt das Leben in der Ritterkademie auch war, in den Ferien wurde für ausgiebige Erholung gesorgt, und so reisten die Mönche mit ihren Zöglingen üblicherweise von September bis Oktober in 4 Stunden nach Bayersoien. Sie residierten hier in Schloss Seeburg. Unter der historischen Erholungsstätte führte einst ein Tunnel zwischen dem ehemaligen Oberen See, heute trockengelegt, und dem Unteren See, heute Soier See, der als Abwassertunnel genutzt wurde. Dieser Gang ist übrigens noch heute am Lötschmüllerhof in Bad Bayersoien zu besichtigen.
Frei nach dem Motto: Nur wer ordentlich ausruht, kann auch ordentlich arbeiten, erhielten die jungen Herren hier „Extra-Kost und Trunk, vielfältige Diversionen in Spazierenfahren und Reiten, Schiffahren, in Vogelfangen… unterschiedlicher Musik und anderen anständigen Rekreationen“. Die Pflege der leiblichen Gesundheit wurde groß geschrieben. Dennoch wurde Zeit für Exerzitien und Studien eingeplant.
Von Rittern und Adeligen zu modernen Managern und Tagungsgästen
Im Prinzip also nichts anderes als „Tagen im Grünen“. Wie die Parkhotel-Tagungsgäste heute verbrachten die jungen Ritter ihre Zeit damals in Bayersoien damit, auf Gesundheit und Erholung zu achten, während gelernt und Inhalte vertieft wurden, um letztlich zu neuer Inspiration zu finden.Wir laden Sie ein, dieser Tradition zu folgen. Erspüren Sie bei Ihrem Aufenthalt im Parkhotel am Soier See, was wohl schon damals die Mönche bewogen hatte, hier ihr „Lager“ aufzuschlagen! Und versäumen Sie nicht, einen Blick in den Tunnel des ehemaligen Schlosses Seeburg zu werfen!
Kloster Ettal heute
Die Ritterakademie gab es bis zu einem Klosterbrand im Jahr 1744.Erst seit 1905 beherbergt das Kloster Ettal wieder eine Schule: das Benediktinergymnasium mit Internat. Außerdem sorgt eine Vielzahl von Betrieben nach Benediktiner-Tradition für die "Grundversorgung" des Klosters: eine Bäckerei, Buch- und Klosterladen, Buch- und Kunstverlag, Brauerei, Destillerie, Gärtnerei, Ökonomie, Land- und Forstwirtschaft, Hotel und Ferienwohnungen, Schneiderei, Schreinerei, Schlosserei, Wäscherei und ein Elektrizitätswerk. Damit zählt das Kloster auch gleichzeitig zu den größten Arbeitgebern in der Umgebung.
Weitere Informationen zum Kloster Ettal finden Sie hier:
» www.kloster-ettal.de